Hütteninfo der IG Metall, Informationen für unsere Mitglieder bei der HKM
Hütteninfo der IG Metall, Informationen für unsere Mitglieder bei der HKM

28. Januar 2026

Um dolorpor molupti onsecest aut quia numendit peri alitatet aut expedit assitia net arum nullitem et a viducid ma nat.

Klasse Aktion!

Geschlossene Tore, ­kilometerlange Staus, verzögerte Anlieferungen, Ausfälle in der Produktion: Die Warnstreiks Ende vergangener Woche haben die gewünschte Wirkung gezeigt. Eine erstklassige Aktion, sagt Karsten Kaus, Geschäftsführer der IG Metall Duisburg-Dinslaken. „Danke an alle, die sich beteiligt haben. Mit den Warnstreiks haben die Beschäftigten gezeigt, dass sie hinter der Forderung nach einem Sozialtarifvertrag stehen.“

Seit Monaten verlangt die IG Metall den Abschluss eines Sozialtarifvertrags. „Die Beschäftigten brauchen Sicherheit“, sagt Kaus. In dem Tarifvertrag soll festgelegt werden, welche Konditionen gelten, falls Kolleginnen und Kollegen das Unternehmen verlassen müssen. Denn über kurz oder lang wird es zu Personabbau kommen.

In den bisherigen Verhandlungen spielte die Arbeitgeberseite auf Zeit. „Seit Monaten reden wir miteinander über das Thema Sozialtarifvertrag, ohne dass sich etwas bewegt hätte“, sagt Karsten Kaus. Zuletzt saßen auch die Gesellschafter der HKM mit am Tisch – doch auch dies brachte keinen Fortschritt. Deshalb gab es die Warnstreiks – und wird es weiterhin welche geben. Immerhin: Am Montag hat sich die Geschäftsführung zu einer neuen Verhandlungsrunde bereit erklärt. Sie soll an diesem Freitag stattfinden. „Die Botschaft ist offenbar angekommen“, sagt Kaus.

Unabhängig von den Verhandlungen über einen Sozialtarifvertrag drängt die IG Metall weiter darauf, dass sich die Gesellschafter bei ihren Gesprächen im Hintergrund auf eine Teilfortführung der HKM einigen. Die Salzgitter AG kann sich eine solche Fortführung vorstellen, wenn die Rahmenbedingungen stimmen. Über diese gibt es keine Einigung mit Thyssenkrupp Steel und Vallourec Tubes SE. „Beide Seiten müssen sich bewegen“, sagt Thomas Hay, der für die IG Metall im Aufsichtsrat der HKM sitzt.

Für HKM –
Worum es uns geht

Wir brauchen einen Sozialtarifvertrag

Die Beschäftigten der HKM brauchen Sicherheit. Sie müssen wissen, was auf sie zukommt, falls Arbeitsplätze abgebaut werden. Und das wird über kurz oder lang so ein, so viel ist sicher. Deshalb verlangt die IG Metall einen Sozialtarifvertrag. Darin soll detailliert festgeschrieben sein, unter welchen Konditionen Kolleginnen und Kollegen das Unternehmen verlassen würden. Wir wollen konkret festlegen, wie viel Abfindung es geben wird, wie ein Ausscheiden in den Ruhestand aussehen kann und mit welcher Unterstützung die Beschäftigten bei der Suche nach einem neuen Arbeitsplatz rechnen können. Die Gegenseite mauert, argumentiert, das habe doch noch Zeit. Wir sehen das anders. Deshalb hat die IG Metall jetzt nach mehreren Verhandlungsrunden zu Warnstreiks aufgerufen.

Interview

„Wir sind das Herumeiern leid“

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Karsten Kaus ist Erster Bevollmächtigter der IG Metall Duisburg-Dinslaken.

Karsten, die IG Metall verlangt einen Sozialtarifvertrag für die HKM. Warum?

Weil die Beschäftigten Sicherheit brauchen. Wir wissen, dass die Hütte vor einer ungewissen Zukunft steht. Menschen werden ihre Arbeit verlieren. Wir wissen noch nicht, wann und wie viele. Aber sicher ist: Es wird passieren. Deshalb müssen wir vorbereitet sein. Die Kolleginnen und Kollegen wollen und müssen jetzt wissen, worauf sie sich im Fall der Fälle verlassen können. Nur ein Tarifvertrag kann diese Sicherheit bieten.

Die Geschäftsführung sagt: Alles nicht so eilig. Wir haben doch noch Zeit ...

Die haben wir eben nicht. Es gibt Lieferverträge, die noch für einige Jahre laufen, ja, aber wir wissen eben nicht, was genau passieren wird – und wann. Der Hochofen A zum Beispiel hat schon kommendes Jahr seine Lebensdauer erreicht, um nur mal ein Beispiel zu nennen. Von Investitionen ist aber keine Rede. Es gibt so viele Unwägbarkeiten, dass wir in jedem Fall einen Sozialtarifvertrag brauchen, und zwar jetzt. Die Behauptung der Geschäftsführung ist schlicht falsch. Im Gegenteil: Uns läuft die Zeit davon. Wir wollen vorbereitet sein, deshalb kämpfen wir für einen Sozialtarifvertrag, in dem die Konditionen für ein Ausscheiden von Kolleginnen und Kollegen klar und sauber niedergeschrieben sind. Versprechungen helfen niemandem, wir wollen es schwarz auf weiß.

Wie liefen die bisherigen Verhandlungen?

Äußerst zäh, und das ist noch vorsichtig ausgedrückt. Immerhin saßen bei der jüngsten Runde Vertreter der Anteilseigner mit am Tisch. Trotzdem sind wir kein Stück weitergekommen. Dieses Herumeiern muss aufhören. Die Gegenseite will reden und reden und reden. Es reicht jetzt. Wir haben genug geredet.

Was haben die Warnstreiks gebracht?

Die Beschäftigten haben durch die große Beteiligung noch einmal gezeigt, dass sie hinter den Forderungen stehen. Das war ein wichtiges Signal der Einigkeit. Dafür möchte ich noch einmal herzlich danke sagen. Die Geschäftsführung hat uns für Freitag dieser Woche einen neuen Verhandlungstermin angeboten. Offenbar ist die Botschaft auf der anderen Seite angekommen.  

Erwartest Du Fortschritte?

Fortschritte wird es nur geben, wenn wir weiter Druck machen. Deshalb setzen wir die Warnstreiks fort.

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Wir Setzen uns für eine Teilfortführung ein

Die HKM braucht eine Perspektive. Es kann nicht sein, dass die Hütte dichtmacht, obwohl das Produkt gebraucht wird. Konzepte für eine Teilfortführung gibt es, die Salzgitter AG wäre dazu bereit. Nun müssen sich die Gesellschafter einigen, unter welchen Rahmenbedingungen eine solche Teilfortführung der Hütte möglich werden kann. Den Gesellschaftern geht es ums Geld. Uns geht es um die Menschen.

Interview

„Beide Seiten müssen sich bewegen“

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Thomas Hay ist stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender der HKM.

Thomas, die Gesellschafter der HKM liegen im Streit. Was ist da los?

Die Salzgitter AG als zweitgrößter der drei Gesellschafter hat Interesse an einer Teilfortführung der HKM, Thyssenkrupp Steel aber eher nicht, und Vallourec stünde dem Vorhaben wohl nicht im Wege. Salzgitter braucht die Mengen der HKM auch langfristig, während die TKSE offenbar davon ausgeht, auch ohne HKM zurechtzukommen. Thyssenkrupp hat den Liefervertrag für Ende 2032 gekündigt und will sogar noch deutlich eher auf die Liefermengen der HKM verzichten können. Jetzt ringen beide Seiten, unter welchen Bedingungen eine Trennung und zugleich eine Fortführung möglich wäre.

Es geht also ums Geld?

Klar ist: Eine Teilfortführung kostet Geld und birgt wirtschaftliche Risiken, und da erwartet die Salzgitter AG zu Recht, dass sich alle Gesellschafter an den entstehenden Kosten beteiligen. Vor allem dann, wenn Thyssenkrupp Steel dadurch langfristige Verpflichtungen früher los wäre. Denn die Alternativen wären eine einvernehmliche Schließung der Hütte, die Salzgitter so nicht mitgehen will, oder die weitere Erfüllung der Abnahmeverpflichtungen durch Thyssenkrupp Steel (bis Ende 2032), Vallourec (bis Ende 2028) und die Salzgitter AG. Auch diese Alternativen würden Kosten verursachen – und das nicht zu knapp. Es ist aber sinnvoller, wenn dieses Geld in eine Hütte mit Zukunft investiert wird – statt in Abriss und Abfindungen.

Wie ist die Position der IG Metall in diesem Ringen?

Wir finden es den richtigen Weg, so viel von der HKM zu erhalten, wie nur irgend möglich und unterstützen die Pläne der Salzgitter AG zu einer Teilfortführung. Zumal die Umstände so schlecht nicht sind. Das Land hat eine Förderung von 200 Millionen Euro für den Bau eines Elektrolichtbogenofens zugesagt. Es wäre töricht, dieses Geld auszuschlagen. Wir erwarten, dass alle Gesellschafter sehr deutlich ihren Einigungswillen am Verhandlungstisch zeigen und dann zu einem Ergebnis kommen. Wir haben zur Auflösung der Auseinandersetzung eine neutrale Schlichtung vorgeschlagen. Daran halten wir fest!

Wie geht es weiter?

Wir arbeiten auf allen Ebenen, damit endlich eine Einigung zustande kommt. Beide Seiten haben eine Verantwortung für die Beschäftigten, und als IG Metall erlauben wir uns, auch über den Tag hinauszublicken: Angesichts der weltpolitischen Lage kann es nun wirklich nicht sein, dass wir zusehen, wie unsere eigene Stahlindustrie zugrunde geht. Wir müssen so viel erhalten wie möglich. Wir kämpfen für Stahl.


teilhaber

Stimmen

„Ich stehe hier, weil ...“

She was bouncing away, when a cry from the two women, who had turned towards the bed, caused her to look round.

„... ich mit den Kolleginnen und Kollegen solidarisch bin. Ich finde gut, dass wir hier stehen, denn wir wollen unsere Zukunft gesichert sehen. Wir hören von den Anteilseignern unterschiedliche Szenarien, aber wir wissen nichts Genaues. Das erzeugt Angst, und das geht gar nicht.“

„... wir uns langsam verarscht fühlen. Die halten uns doch hin. Wir wollen wissen, was jetzt passiert und wie es mit uns weitergeht.“

“... wir ständig etwas Anderes hören. Es gibt viele Szenarien, aber keine klare Entscheidung. Wir wollen endlich Gewissheit haben.

“... die Jugend eine Perspektive braucht. Die HKM ist der größte Arbeitgeber im Duisburger Süden – und damit auch der größte Ausbildungsbetrieb. Wir wollen, dass die Hütte bleibt. Keine Schließung!“

“... es um unsere Zukunft geht. Das hier ist mein Arbeitsplatz. Der ist mir wichtig, und für den lohnt es sich zu kämpfen.”

Pressestimmen

„Stimmung aufgewühlt“

Seit neun Monaten fordert die IG Metall einen Sozialtarifvertrag für die Beschäftigten für den Fall einer Schließung des Duisburger Stahlwerks. Weil die Arbeitgeber bisher nicht auf die Forderungen eingegangen sind, ruft die Gewerkschaft die Beschäftigten zum Streik auf. Die Stimmung unter den Beschäftigten sei aufgewühlt, sagt Karsten Kaus von der IG Metall. (...) Die IG Metall kritisiert, dass es auf Seiten der Betreiber keine Einsicht gebe, dass angesichts der angespannten Lage über Abfindung verhandelt werden muss.

„Berufsverkehr lahmgelegt“

Die Zukunft der Hüttenwerke Krupp Mannesmann (HKM) in Duisburg hängt am seidenen Faden. Rund 3000 Beschäftigte bangen um ihre Arbeitsplätze, während die Verhandlungen über einen Sozialtarifvertrag festgefahren sind. Die IG Metall reagiert nun mit Warnstreiks. (...) Der Streik hat am frühen Freitagmorgen den Berufsverkehr rund um das Werk verlangsamt. Auf das Werksgelände sind nur die Arbeiter gekommen, die für den Notbetrieb eingeplant waren.

„Belegschaft verärgert“

Seit dem frühen Morgen kam es zu einem langen Rückstau auf dem gesamten Verlauf der Mannesmannstraße zwischen Hüttenheim und Ehingen in Fahrtrichtung Mündelheim. (...). Dass die Vertreter der Gesellschafter am Mittwoch kein Angebot vorlegten, sorgt auch für Verärgerung in der Belegschaft. „Sie haben jetzt über ein halbes Jahr Zeit gehabt“, so der stellvertretende Betriebsratsvorsitzende Hakan Koç, „für uns drängt die Zeit, hier hat jeder Angst um seinen Arbeitsplatz.“

Ausblick

So geht es weiter

17. April 2026

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